Ohne mehr Personal werden sich weitere kleinere Gruppen nicht ausgehen –Pädagog:innen verdienen nicht nur größten Dank und Respekt, sondern auch optimale Rahmenbedingungen
„Noch mehr Bewusstsein zu schaffen, welche immense Bedeutung die Elementarpädagogik hat, das ist die eine Aufgabe, die aus dem kommenden internationalen Tag des Kindergartens mitzunehmen ist. Für die besten Rahmenbedingungen in dieser ersten Bildungseinrichtung zu sorgen, ist die andere: für die Kinder, damit sie ein bestmögliches Fundament für ihren weiteren Lebensweg vorfinden; und für die Pädagog:innen, die nicht nur größten Dank und Respekt für ihren immensen Einsatz verdienen, sondern auch Entlohnung und ein Arbeitsumfeld, die dem entsprechen. Etliches hat sich in der Elementarpädagogik verbessert, vieles wartet noch darauf. Wie wir wissen auch in Oberösterreich“, meint der Grüne Bildungssprecher LAbg. Reinhard Ammer zum anstehenden internationalen Kindergarten-Tag am 21. April.
Dass der Ausbau der Kinderbetreuung in Oberösterreich trotz zugestandener Bemühungen noch lange nicht dort ist, wie er sein sollte, ist bekannt. „Man bemüht sich um kleinere Gruppen, aber ohne deutlich mehr Personal wird sich das nicht ausgehen. Und dieses zusätzliche Personal ist noch nicht gefunden“, betont Ammer, der auch bei den Rahmenbedingungen noch viel Verbesserungs- und Entlastungspotential sieht. „Wir sprechen hier von verbessertem Betreuungsschlüssel über mehr Vor- und Nachbereitungszeiten und weniger Bürokratie für die Pädagog:innen bis hin zu Qualitätskriterien, die Standard in allen Kindergärten und Krabbelstuben sein sollen. Es gibt hier etliche Ansatzpunkte“, betont Ammer.
Für Reinhard Ammer sollte der internationale Tag des Kindergartens Anlass für die politisch Landesverantwortlichen sein, ihr bisherigen Wirken zu hinterfragen. Dann wird man vielleicht erkennen, dass das Bisherige nicht ausreicht. Dass Millioneninvestitionen nur Sinn machen, wenn man weiß, wofür, und dass die von den Grünen geforderte Erhebung doch sinnvoll wäre. „Dass man Kenntnis hat, wie viel Betreuung die Eltern in Oberösterreich für ihre Kinder wo brauchen und erwarten, wie viele Erziehungsberechtigte für ihre Kinder keinen Platz bekommen oder auf Wartelisten stehen. Das sind Basics“, betont Ammer.